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Alpakas sind ausgesprochen anpassungsfähige und robuste Tiere. Trotz ihrer Herkunft aus den hohen Anden Südamerikas finden sie sich auch in unseren gemässigten Breitengraden ausgesprochen gut zurecht. Dies mag daran liegen, dass sie sich über Jahrtausende den extremen klimatischen Verhältnissen und der kargen Vegetation der Anden Südamerikas angepasst haben.

 

Alpakas in den Anden.    

      

Wenig und karges Ichugras dient als Futterbasis.

 

Reichlich saftiges grünes Gras ist die Futterbasis auf unseren Weiden

           

Auch in Australien ist die Vegetation für die Alpakas wesentlich karger.

 

 

Alpakas sind Herdentiere mit einem ausgeprägten Sozialverhalten. Deshalb dürfen diese Tiere nie alleine gehalten werden. Es sollte immer eine Gemeinschaft von mindestens 2 - 3 Alpakas sein. Sie können allenfalls auch mit anderen Tieren wie Pferden, Schafen, Ziege, zusammen gehalten werden. Allerdings müssen dann einige Vorsichtsmassnahmen wie genügend Futterplätze und Parasitenprophylaxe etc. berücksichtigt werden. Artfremde Tiere ersetzen aber nicht den Sozialkontakt zwischen den Alpakas. Deshalb ist es auch hier Bedingung, dass immer mindestens 2 Alpakas mit anderen Tierarten zusammen gehalten werden. 
 
Alpakas sind Weidetiere. Sie benötigen ganzjährig genügend Weide- und Auslauffläche. Auf einer Hektar Weide können 10-15 Alpakas gehalten werden. Die Mindestweidegrösse beträgt für 2 Tiere 1000m2, für jedes weitere Tier 100m2 zusätzlich.
 
Alpakas sind an extreme klimatische Verhältnisse wie Kälte, Wind, Regen, Schnee, und extreme Sonneneinstrahlung gewöhnt. Trotzdem benötigen sie bei uns gewisse minimale Schutzvorrichtungen wie zum Beispiel einen Unterstand oder einen Offenstall. In den warmen Sommermonaten müssen sie die Möglichkeit haben, Schattenplätze aufsuchen zu können, um einem Hitzestau vorzubeugen. Frisch nach der Schur sind Schattenplätze auch nötig zur Vermeidung eines Sonnenbrandes. Bei extremer Kälte und lang andauernden nass-feuchten Verhältnissen (Dauerregen) ist es von Vorteil, wenn ein überdachter Auslauf vorhanden ist. Dazu genügt ein einfacher Unterstand, Weidezelt , Iglu oder ähnliches. Ideal ist auch ein grösseres Vordach oder allenfalls eine umgebaute Scheune oder Geräteschuppen. Es ist wichtig, sämtliche Einrichtungen so zu konzipieren, dass jedes Tier rund um die Uhr unbeschränkten Zugang zu Futterplätzen, Wasserstellen und Mineralsalzen hat.

 

 Einfache Unterstände und zweckdienliche Einrichtungen genügen, um es den Alpakas so angenehm wie möglich zu machen.


Alpakas
sind ruhige, intelligente und aufmerksame Tiere und zählen in der Regel nicht zu den "Ausbrecherkönigen". Trotzdem ist es ratsam, die Weiden mit einem stabilen Zaun einzuzäunen, nicht zuletzt auch um Gefahren für Unfälle und Verletzungen auf ein Minimum zu reduzieren.
Ein Zaun in der Höhe von 1.20m bis 1.40m ist ausreichend. Bewährt haben sich enge Knotengitter- oder ähnliche Drahtgeflechtzäune. Aber auch Draht- resp. Bandzäune in mindestens 5 Zeilen gespannt haben sich gut bewährt. Wichtig ist es, dass das Zaunmaterial korrekt verarbeitet ist und die Zäune gut gespannt sind, damit sich die Alpakas darin nicht verfangen können.
Gut geplante Unterteilungen und Tore bringen Komfort und Flexibilität (zum Beispiel beim Absetzten junger Tiere, Zusammenstellung neuer Herden, Geburt, Rangstreitigkeiten etc.).

Gut geplante und zweckmässig ausgeführte Einrichtungen bewähren sich auf die Dauer und bringen Freude für Mensch und Tier. Diese Freude an den Alpakas und deren Haltung dauerhaft zu bewahren ist unser aller Ziel.

 

Weide und Weideaufteilung mit Zäunen und Tor.

 

Quelle: AZVD